Via dei sapori: Friulanischer Picolit

Das Consorzio Friuli Venezia Giulia Via dei Sapori hatte eingeladen, friulanische Produkte in Küche und Keller zu verkosten. Am 13. Februar dieses Jahres präsentierten sieben Gastronomen, zwanzig Winzer und elf Feinkostproduzenten in München lokale Spezialitäten der Region Friaul-Julisch Venetien. Eine ausgezeichnete Möglichkeit die herausragenden Produkte, die ausgezeichnete, innovative und zugleich traditionelle Küche sowie die Vielfalt der sehr guten friulanischen Weine einem breiteren Publikum nahe zu bringen. Das Angebotene, wie beispielsweise San Daniele Schinken, gereifter Montasiokäse, Zabaione-Eis, Sepia-Tagliatelle mit jungen Artischocken oder Kürbis-Flan mit Stockfisch und frisch passierten Tomaten zeigten, dass die von venezianischen und slowenischen Einflüssen sowie jenen der k.und k.-Monarchie geprägte friulanische Küche zu den allerbesten Küchen Italiens zählt.
Die Weißweine des Friauls haben die Entwicklung der Weinwirtschaft in Italien stark geprägt, waren sie doch in den 1960er-Jahren, dank der Einführung einer temperaturkontrollierten Gärung, die ersten frisch-fruchtigen, auch international bekannten Weißweine Italiens. Ergänzt wird der heutige hohe Standard im … Weiterlesen

Marsala – fruchtige Süße aus Sizilien

Marsala gibt es sowohl als trockenen als auch süßen Wein. Süße Vertreter des Marsala sind bei den Versionen Fine, Superiore und Superiore Riserva zu finden, denn diese gibt es sowohl secco und semisecco als auch dolce. Wir haben einen Fino Rubino und einen Superiore Riserva Oro verkostet, beide vom Typ dolce, was einen Restzuckergehalt von mehr als 100 Gramm pro Liter bedeutet.

Seit 1880 gibt es die, in der Provinz Trapani gelegene, Cantine Pellegrino, deren Rebflächen überwiegend mit heimischen Sorten wie Grillo, Catarratto, Inzolia, Malvasia Bianca, Nero d’Avola und Zibibo (Muscat d’Alexandrie) bestockt sind. Rund sieben Millionen Flaschen werden pro Jahr produziert – rund 75% machen dabei die Versionen des Marsala aus.

Der verkostete, rubinrote Marsala Fino Rubino wurde aus der Rebsorte Nero d‘Avola gekeltert. Bei Erreichen der gewünschten Zuckergradation ist die Gärung durch Aufspritung mit einem mindestens fünf Jahre im … Weiterlesen

Vin Santo – heiliger Wein?

Vin Santo kommt nicht nur aus der Toskana, sondern es gibt ihn auch in Umbrien, der Emilia Romagna, dem Veneto und dem Trentin. Der erste Vin Santo in Italien soll jedoch aus der Toskana gewesen sein – ein Wein mit legendärem Ursprung. Es existieren einige unterschiedliche Versionen der Namensherkunft. So soll es einmal die heilende Wirkung des Weins auf Pestkranke im Siena des 14.Jahrhunderts gewesen sein, ein andermal die Fehlinterpretation des Ausrufs eines griechischen Bischofs nach der Verkostung des Weins als ‚santo‘, also heilig, anstatt als ‚Xanthos‘, als von der gleichnamigen  griechischen Insel stammend.

Sehr wahrscheinlich kommt der Name jedoch von der jahrhundertlangen Verwendung bei der  Messfeier. Die heutzutage produzierten Vin Santo unterscheidet einiges von ihren frühen Vorgängern. Die lange übliche Lagerung in der Vinsantaia, einem unter dem Dach gelegenen, der Sommerhitze ausgesetzten Raum, ist inzwischen mehrheitlich zugunsten einer Reifung bei kühleren konstanten Temperaturen aufgegeben … Weiterlesen

Schäumende Süße – Moscato aus dem Veneto

Fast 20 DOC- oder DOCG-Schaumweine, von unterschiedlichen Moscato-Sorten gibt es in Italien. Fast alle sind dolce, also süß. Zu den bekanntesten gehören der Moscato d‘Asti DOCG und der Asti Spumante DOCG. Neben den aus kontrollierten Ursprungsgebieten stammenden Moscato-Schaumweinen gibt es eine Vielzahl schäumender Weine aus Moscato, die als Herkunft Italien angeben also quasi als Landweine vermarktet werden.
Wir haben drei verschiedene Moscato-Schaumweine aus dem Veneto verkostet, einer davon, der Fior d’Arancio Colli Euganei Spumante Dolce der Cantina Colli Euganei, vom Moscato Giallo (Goldmuskateller) gekeltert, ist ein DOCG (Denominazione di Origine Controllata e Garantita)-Wein. Die beiden anderen Weine tragen die Herkunftsbezeichnung Italien, sind aber beide mehr oder weniger eindeutig dem Veneto zuzuordnen. Der Moscato Dolce Rosato vom Moscato Manzoni wird allein schon durch den Hersteller, die Cantina Colli Euganei dem Veneto zugewiesen. Auf der Webseite der Cantina werden die Weingärten der Colli Euganei als Ursprung der … Weiterlesen

Ligurische Ambrosia – Moscatello di Taggia

ligurischer-weinbauDer Moscatello di Taggia war seit dem 14.Jahrhundert sowohl gern gesehener Gast an den englischen und flandrischen Königshöfen als auch an, zumindest einigen, päpstlichen Tischen. Lange galt dieser Wein als Symbol des ligurischen Weinbaus, bis im 19. Jahrhundert die Reblaus den Bestand dieser Sorte zur Bedeutungslosigkeit dezimierte und so die Rebsorte in Vergessenheit geraten ließ. Erst im Jahr 2003 wurden im Rahmen eines önologischen Forschungsprojekts der Universität Turin im Gemeindegebiet von Ceriana (Provinz Imperia) etwa 20 Pflanzen dieser Rebsorte wiederentdeckt.
Der Winzer Eros Mammoloti, hatte damals schon diese Suche mit initiiert und er engagiert sich auch heute noch für den Moscatello di Taggia. Mehr als einen Hektar hat er inzwischen mit der Rebsorte bestockt und stellt neben einem Passito auch einen trockenen Moscatello di Taggia her.
Seit 2011 ist der Moscatello di Taggia DOC-Wein, der in den Versionen Secco, Frizzante, Vendemmia Tardiva und Passito in definierten … Weiterlesen