Massandra – Wein der Zaren

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In Massandra, einem Ort nahe Jalta auf der Krim wird schon seit über 240 Jahren Wein produziert, vor allem Süßwein in den verschiedensten Stilen, auch kopierte, wie beispielsweise Madeira, Portwein oder Sherry oder auch Tokajer und Sauternes. Das Weingut Massandra, in der heutigen Form entstand Ende des 19. Jahrhunderts im Auftrag von Zar Nikolaus II., um seinen Hof, insbesondere auch in seinem nahegelegenen Sommerpalast Livadia mit Wein und Sekt zu versorgen.

Heute gehören zu Massandra weitere, ehemals staatliche Weingüter, die jährlich mehrere Millionen Flaschen Wein von rund 4.500 Hektar Rebfläche produzieren. Massandra genoss immer hohes Ansehen, sowohl in der früheren Sowjetunion, als auch danach in der Ukraine. Im Westen war Massandra jedoch lange Jahre weitgehend unbekannt. Das änderte sich erst im Jahr 1990, als Sotheby’s eine große Auswahl älterer Jahrgänge versteigerte – Weine aus Jahrgängen zurück bis 1775, aus der über eine Million Flaschen großen Sammlung Massandra.

Zu den heute angebotenen Süßweinen von Massandra in Deutschland und einigen anderen europäischen Ländern, zählen unter anderem kräftige Muskat, der aus roten Rebsorten hergestellte Kagor, der nach der lokalen Rebsorte benannte Kokur, ein aufgespriteter Pinot Gris sowie der Nektar, ein dem Tokajer nachempfunderer Wein. Den verkosteten Wein, ein weißer Muskat vom roten Stein 1988, wie wir das Etikett interpretierten, hatte Hans vor einigen Jahren in einer Weinhandlung in Kiew erstanden,.

Muskat vom roten Stein 1988, Massandra (Verkostet)
Leicht rötliches Tawny. Sehr dezente Nase, am Gaumen voller, runder Körper, Tabak, etwas Kaffee, leicht medizinsche Noten, zarte Frucht, gute Süße, noch angenehm in Balance, sehr ordentlicher, nicht zu langer Abgang, sehr guter Wein.

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