Apulische Überraschung – Moscato di Trani

Apulien, das mit Sizilien um den Rang als zweitgrößte weinproduzierende Region Italiens konkurriert, ist für seinen hohen Erträge im Weinbau, selbst in DOC-Gebieten bekannt. Annähernd ein Dutzend süßer Weintypen gibt es in Apulien, darunter auch das süße Exemplar des sonst trocken angebotenenen apulischen Primitivo di Manduria und, fast unvermeidlich in Italien, einen süßen Moscato.

Der verkostete Wein, der Moscato di Trani DOC Piani di Tufara 2015 vom Weingut Rivera wird aus Moscato Reale, wie Moscato Bianco (Muscat Blanc á Petits Grains) in Apulien genannt wird, hergestellt. Die Trauben dafür gedeihen auf Tuffsteinböden in der Murgia nahe Castel Monte, einem Schloss des Stauferkaisers Friedrich II., unweit der apulischen Hafenstadt Trani.

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Eleganter Vin Doux Naturel – Muscat de St.-Jean de Minervois

Wer gern hin und wieder ein Gläschen fruchtigen Süßwein trinkt, der Wein aber, bevor er ausgetrunken ist, selbst im Kühlschrank häufig zu stark abbaut, sollte einmal einen Vin Doux Naturel (VDN) von Muskattrauben versuchen, der aufgrund seiner Herstellung wesentlich länger hält, als die meisten anderen Süßweine.

Die Muscat Vin Doux Natural, hergestellt in unterschiedlichen Appellationen, werden fast alle aus der Rebsorte Muscat Blanc de Petits Grains gekeltert, wie beispielsweise auch alle aus dem Languedoc stammenden Exemplare. Der von uns verkostete Muscat de St-Jean-de-Minervois stammt aus etwa 300 m hoch gelegenen Weinbergen im Nordosten des Minervois. In diesen Lagen reifen die Trauben rund drei Wochen später als in den anderen drei, … Weiterlesen

Spanische Mistela – Floralis Moscatel

Man wolle mir „gerne den Süßwein Floralis Moscatel Oro von Torres vorstellen“ und habe „parallel den Versand eines Produktmusters veranlasst“, so die Mail einer Agentur, der auch einige Informationen zu Wein, Weingut und Region angehängt war. Das passte gut, da ich mich gerade näher gerade mit spanischen Süßweine beschäftigte. Den beigefügten Informationen konnte ich entnehmen, das der Floralis wohl eine Mistela ist, ein Weintyp, den ich bisher kaum verkostet hatte, sodass mir der Floralis gerade recht kam.

Der spanische Ausdruck Mistela bezeichnet das gleiche, was die Franzosen mistelle und die Italiener Mistella, manchmal auch Sifone nennen: eine Mischung von Traubensaft und Alkohol. Dabei wird der meist in Gärung befindliche Most … Weiterlesen

Tokaji – Ungarns süße Wunder

Zoltan Sánta , Mitglied des Vorstands der Weinakademiker hatte zur Verkostung Anfang Oktober in die Münchner Kork Weinbar zwar überwiegend trockene ungarische Weine mitgebracht, aber immerhin auch vier süße Weine aus Tokaj. 134 Rebsorten gibt es in Ungarn, aber nur sechs davon sind für die Produktion des süßen Tokaji zugelassen: Furmint, Hárslevelû, Sárga Muskotály (Muscat Blanc a petits grains), Zéta, Kövérszõlõ und Kabar.

Die Reben im Tokaj wachsen überwiegend auf mineralischen Böden aus vulkanischem Tuffstein, wie Rhyolit, Andesit oder Dazit, in tieferen Lagen mit Oberböden aus Ton, Lehm und Löss. Die Erträge liegen oft bei nur wenigen Hektoliter pro Hektar. Meist werden die botyrisierten Trauben in mehreren Lesedurchgängen per … Weiterlesen

Mallorca – Vi blanc dolç

Mehr als 10 Millionen Besucher hatte Mallorca im vergangenen Jahr zu verzeichnen. Die wenigsten davon trinken wohl mallorquinischen Wein, denn die dort produzierte Menge von jährlich etwa 6 Millionen Flaschen würde nicht ausreichen.

Nur 10% der Fläche Mallorcas sind von Weinreben bestanden. 2.500 Hektar Rebfläche verteilen sich auf vier Weinbaugebiete. Fast zwei Drittel der Weinbaufläche beanspruchen die Vino de la Tierra – Gebiete Mallorca und Serra de Tramuntana-Costa Nord, den Rest teilen sich die höherwertigen DO (Denominación de Origen) Binissalem und die im Südosten gelegene DO Pla i Llevant.

Wer schon mallorquinischen Wein getrunken hat, könnte damit auch schon die Bekanntschaft einer der autochthonen Rebsorten der Balearen gemacht … Weiterlesen