Spanische Mistela – Floralis Moscatel

Man wolle mir „gerne den Süßwein Floralis Moscatel Oro von Torres vorstellen“ und habe „parallel den Versand eines Produktmusters veranlasst“, so die Mail einer Agentur, der auch einige Informationen zu Wein, Weingut und Region angehängt war. Das passte gut, da ich mich gerade näher gerade mit spanischen Süßweine beschäftigte. Den beigefügten Informationen konnte ich entnehmen, das der Floralis wohl eine Mistela ist, ein Typ, von Wein, den ich bisher kaum verkostet hatte, sodass mir der Floralis gerade recht kam.

Der spanische Ausdruck Mistela bezeichnet das gleiche, was die Franzosen mistelle und die Italiener Mistella, manchmal auch Sifone nennen: eine Mischung von Traubensaft und Alkohol. Dabei wird der meist in Gärung … Weiterlesen

Tokaji – Ungarns süße Wunder

Zoltan Sánta , Mitglied des Vorstands der Weinakademiker hatte zur Verkostung Anfang Oktober in die Münchner Kork Weinbar zwar überwiegend trockene ungarische Weine mitgebracht, aber immerhin auch vier süße Weine aus Tokaj. 134 Rebsorten gibt es in Ungarn, aber nur sechs davon sind für die Produktion des süßen Tokaji zugelassen: Furmint, Hárslevelû, Sárga Muskotály (Muscat Blanc a petits grains), Zéta, Kövérszõlõ und Kabar.

Die Reben im Tokaj wachsen überwiegend auf mineralischen Böden aus vulkanischem Tuffstein, wie Rhyolit, Andesit oder Dazit, in tieferen Lagen mit Oberböden aus Ton, Lehm und Löss. Die Erträge liegen oft bei nur wenigen Hektoliter pro Hektar. Meist werden die botyrisierten Trauben in mehreren Lesedurchgängen per … Weiterlesen

Mallorca – Vi blanc dolç

Inselinneres von Mallorca

Mehr als 10 Millionen Besucher hatte Mallorca im vergangenen Jahr zu verzeichnen. Die wenigsten davon trinken wohl mallorquinischen Wein, denn die dort produzierte Menge von jährlich etwa 6 Millionen Flaschen würde nicht ausreichen.

Nur 10% der Fläche Mallorcas sind von Weinreben bestanden. 2.500 Hektar Rebfläche verteilen sich auf vier Weinbaugebiete. Fast zwei Drittel der Weinbaufläche beanspruchen die Vino de la Tierra – Gebiete Mallorca und Serra de Tramuntana-Costa Nord, den Rest teilen sich die höherwertigen DO (Denominación de Origen) Binissalem und die im Südosten gelegene DO Pla i Llevant.

Wer schon mallorquinischen Wein getrunken hat, könnte damit auch schon die Bekanntschaft einer der autochthonen Rebsorten … Weiterlesen

Sizilianischer Notissimo

Die barocke Pracht Notos ist über die Grenzen Siziliens hinaus bekannt. Weniger bekannt ist allerdings der Moscato di Noto aus der Sorte Moscato Bianco gekeltert. Die Sorte ist ganz häufig in italienischen Süßweinen anzutreffen. Auch der Moscato di Noto ist häufig süß – es gibt ihn aber auch in einer trockenen Variante. Die DOC Noto legt sich in ihren Vorschriften nicht auf den Süßegrad fest, nur aromatisch, sortencharakteristisch soll er schmecken, der Moscato di Noto.
Nach DOC-Vorschriften müssen aber die anderen drei Varianten des Moscato di Noto sein. Der Moscato di Noto Spumante muss mehr als 50 Gramm Restzucker aufweisen. Für die Variante Liquoroso, bei dem die Gärung mit Alkohol … Weiterlesen

Schäumende Süße – Moscato aus dem Veneto

Fast 20 DOC- oder DOCG-Schaumweine, von unterschiedlichen Moscato-Sorten gibt es in Italien. Fast alle sind dolce, also süß. Zu den bekanntesten gehören der Moscato d‘Asti DOCG und der Asti Spumante DOCG. Neben den aus kontrollierten Ursprungsgebieten stammenden Moscato-Schaumweinen gibt es eine Vielzahl schäumender Weine aus Moscato, die als Herkunft Italien angeben also quasi als Landweine vermarktet werden.
Wir haben drei verschiedene Moscato-Schaumweine aus dem Veneto verkostet, einer davon, der Fior d’Arancio Colli Euganei Spumante Dolce der Cantina Colli Euganei, vom Moscato Giallo (Goldmuskateller) gekeltert, ist ein DOCG (Denominazione di Origine Controllata e Garantita)-Wein. Die beiden anderen Weine tragen die Herkunftsbezeichnung Italien, sind aber beide mehr … Weiterlesen