Quiz für Profis

10 Profi-Fragen

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Die Antworten sind unten hervorgehoben
Frage 1
Was gehört nicht zu den zwölf Merkmalen des benifico-Systems, welches das IVDP (Instituto dos Vinhos do Douro e do Porto) seit 1948 zur Qualitätssicherung beim Portweinanbau einsetzt?
A
Bodenart
B
Höhenlage
C
Durchschnittstemperatur
D
Ertrag
Question 1 Explanation: 
Im Jahr 1948 wurde auf Basis von Daten vorausgegangener Jahrzehnte zu Qualität und Quantität unterschiedlicher Zonen des Dourogebietes das Benificio eingeführt, eine Methode zur Klassifizierung der Weinberge, mittels drei Hauptkriterien (Boden, Klima, Kultivationsbedingungen) mit je vier Parametern Boden: Art des Bodens, Felsstruktur, Ertrag, Hangneigung Klima: Standort, Höhe, Sonnenausrichtung, Geschützte Lage Kultivations-Bedingungen: Rebsorten, Erziehung, Alter der Rebstöcke, Pflanzdichte Die Durchschnittstemperatur gehört nicht dazu!
Frage 2
Welche Maßnahme gehört nicht zu den Modernisierungen des Portweinanbaus im Douro?
A
Ausgleich unterschiedlicher Böden und Lagen durch geeignete Rebsortenwahl
B
Vertikale Rebpflanzung bei Steigung unter 35%
C
Begrünung der Rebzwischenräume
D
Bevorzugter Einsatz der Kopferziehung (Gobelet) bei Neuanlagen
Question 2 Explanation: 
Ein bevorzugter Einsatz der Gobelet Kopferziehung erfolgt nicht. Vinho a alto d.h. vertikale Pflanzung der Reben am Hang bei unter 35% Steigung ermöglicht eine Erziehung am Drahtrahmen und ist dadurch maschinell zu bearbeiten. Eine Begrünung der Rebzwischenräume meist mit Getreide, welches im Sommer abstirbt, vermindert die Erosion. Das Mikroblock-Rebmanagement, gleicht innerhalb langer Patamares (Erdbänke) unterschiedliche Böden und Lagen durch geeignete Sortenwahl aus. Dabei wird beispielsweise, an windigen, weniger fruchtbaren Stellen Tinta Roriz gepflanzt, während heiße Lagen mit viel Sonne mit Tinto Cao bestockt werden.
Frage 3
Welche fast ausschließlich zur Süßweinherstellung genutzte Rebsorte muss mit anderen Sorten angepflanzt werden um ausreichend Beeren zu entwickeln?
A
Verduzzo
B
Moscadello
C
Picolit
D
Moscato Giallo
Question 3 Explanation: 
Die friulanische Rebsorte Picolit ist eine wenig ertragreiche Sorte, da Blüten der Sorte häufig sterile Pollen produzieren, was lose Trauben mit sehr wenigen Beeren produziert. Deswegen muss Picolit zusammen mit anderen Sorten wie beispielsweise Verduzzo friulano gepflanzt werden, um den Beerenansatz zu verbessern.
Frage 4
Welcher dieser französischen Süßweine muss entsprechend der Appellationsvorschriften den höchsten Mindestrestzucker aufweisen?
A
Bonnezeaux
B
Maury Doux
C
Jurancon
D
Sauternes
Question 4 Explanation: 
Bonnezeaux muss bei Flaschenabfüllung einen Restzucker größer oder gleich 51 g/l haben. Für Sauternes ist ein Mindestrestzucker von 45 g/l vorgeschrieben, ebenso für die Vin Doux Naturel der Appellationen Rasteau, Banyuls, Banyuls Grand Cru, Maury Doux, Rivesaltes und Grand Roussillon. Jurancon muss mindesten 40g/l Restzucker habem, die Jurancon Vendages Tardives mindestens 55 g/l.
Frage 5
Durch welche Methode der Erwärmung reifen die besten Qualitäten der Madeiraweine und erhalten so ihren typischen malzig-karamelligen Geschmack?
A
Armazem de Calor
B
Canteiro
C
Cuba de Calor
D
Estufagem
Question 5 Explanation: 
Um den den typischen malzig-karamelligen Geschmack des Madeira zu erhalten wird eine Wärmebehandlung des Weins durchgeführt. Grundsätzlich unterscheidet man zwei Arten der Wärmebehandlung: Estufagem und Canteiro. Standardqualitäten werden mit der Cuba de Calor genannten Wärmebehandlung, in großen Beton- oder Edelstahltanks mit Hilfe von Heizschlangen mindestens drei Monate auf 40 – 50° C erwärmt. Die schonendere Art der Wärmebehandlung wird vorwiegend für bessere Qualitäten verwendet und nennt sich Armazem de Calor. Dabei wird der Wein in 600-Liter-Fässern meist sechs bis zwölf Monate in beheizten Räumen bei 30 – 40° C gelagert. Für die besten Qualitäten wird die Canteiro genannte Methode der Erwärmung angewandt. Die Weine werden dabei auf den Dachböden der Händler-Lagerhäuser in Fässern verschiedenster Größen gereift. Die Erwärmung erfolgt dabei ausschließlich durch die Sonne und kann 20 Jahre und mehr dauern.
Frage 6
Welcher Wein gehört nicht zu den Vin de triees successives?
A
Quarts de Chaumes
B
Coteaux de Die
C
Cadillac
D
Sainte-Croix-du-Mont
Question 6 Explanation: 
Vin de triees successives sind Weine, bei denen die frisch gepflückten Trauben vor der Weiterverarbeitung auf einem table de tri, einem Sortiertisch, oft mehrmals händisch selektiert werden. Dazu gehören beispielsweise Sauternes, Sainte-Croix-du-Mont, Loupiac und Cadillac an der Garonne oder auch die Appellationen Bonnezeaux, Coteaux du Layon und Quarts de Chaumes an der Loire . Ein Coteaux de Die ist ein trockener Weißwein aus dem Département Drôme, hergestellt aus der Sorte Clairette Blanc.
Frage 7
Die Einstellung des Süßegrads von Málaga erfolgt häufig mit konzentriertem Traubenmost (Arrope). Welche Reborte darf dieser Most nicht enthalten?
A
Cómpeta
B
Airén
C
Doradilla
D
Romé
Question 7 Explanation: 
Zur Einstellung des Süßegrads von Málaga dürfen konzentrierte Moste (Arrope) reifer und getrockneter Trauben der Sorten Doradilla, Airén und Romé verwendet werden - bis zu einem maximalen Volumenanteil von 30 Prozent. Cómpeta ist ein Dorf der Weinbauregion Axarquía im Weinbaugebiet Málaga.
Frage 8
Welcher dieser Weine muss nicht ausschließlich aus Muscat Blanc á petits grains hergestellt werden?
A
Muscat of Rio Patras
B
Moscato di Trani
C
Muscat de Rivesaltes
D
Muscat de Beaumes-de-Venise
Question 8 Explanation: 
In der Appellation Muscat de Rivesaltes ist neben Muscat Blanc á petit grains auch Muscat d'Alexandrie zur Herstellung zugelassen.
Frage 9
Was trifft nicht auf den portugiesischen Süßwein Carcavelos zu?
A
Die Reifung dauert mindestens drei Jahre.
B
Die Süßung erfolgt mit aufgespritetem Traubenmost, dem Vinho Abofado.
C
Der Restzucker darf 150 g/l nicht überschreiten.
D
Zwölf verschiedenen Rebsorten sind zu seiner Herstellung zugelassen.
Question 9 Explanation: 
Im Weinbaubegiet Caracvelos, küstennah westlich von Lissabon gelegen, entsteht der gleichnamige aufgespritete Süßwein. Zwölf verschiedene Rebsorten sind für die Herstellung zugelassen, die Süßung des bereits aufgespriteten Weins erfolgt mit einem aufgespriteten Traubenmost, der Wein darf maximal 150 g/l Restzucker haben, muss aber nur mindestens zwei Jahre reifen. Stilmäßig errinnert der Wein am ehesten an bestimmte Madeira, die Säure ist allerdings geringer.
Frage 10
Welche dieser Rebsorten ist keine erlaubte Würzsorte bei der Herstellung des Tokajer?-
A
Sárga Muskotály
B
Kövérszõlõ
C
Zéta
D
Karát
Question 10 Explanation: 
Tokajer dürfen nur aus Trauben der Sorten Furmint (überwiegend), Hárslevelû sowie zusammen maximal 10% der Würzsorten Sárga Muskotály (Muscat Blanc a petits grains), Zéta, Kövérszõlõ und Kabar erzeugt werden. Karát, ebenfalls eine weiße ungarische Rebsorte hat nichts mit dem Tokaji zu tun, sondern ist überwiegend in den Weinbaugebieten Kunság, Etyek-Buda und Badascony gepflanzt.
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