Ruster Ausbruch DAC

Rust © ÖWM Marcus Wiesner

Ausbruch hat in Österreich eine lange Tradition, 1681 zahlten die Bürger von Rust für die Stadterhebung nicht nur 60.000 Gulden, sondern auch die gesamte Jahresernte des Ausbruchweins an den Kaiser.

Ruster Ausbruch, seit Anfang Oktober 2020 DAC (Districtus Austriae Controllatus), hat seinen Namen von der früher üblichen Art der Herstellungs, bei der durch Zufügen von frisch gepresstem Most zu eingetrockneten überreifen, von Edelfäule befallenen Beeren, der in den Beeren enthaltene Zucker „ausgebrochen“ wurde. Nach den neuen Vorschriften der ersten österreichischen Süßwein-DAC, ist ausschlaggebend, dass ausschließlich selektiv gelesene, Botrytis-befallene, weitgehend eingeschrumpften Beeren erlaubt sind, die aus der Freistadt Rust stammen. Dabei sind die Bestimmungen der Herstellung entsprechend jener einer Trockenbeerenauslese, d.h. beispielsweise, dass  Most zur Erzeugung mindestens 30° KMW (Klosterneuburger Mostwaage) entsprechend 156° Oechsle aufweisen muss.  Stammte der Ausbruch früher größtenteils von der Rebsorte Furmint, so finden sich heute viele andere verwendete Sorten, darunter Welschriesling, Gelber Muskateller, Chardonnay und Weißburgunder, – laut DAC-Bestimmungen dürfen Trauben einer oder mehrerer weißer Qualitätsweinrebsorten verwendet werden. Ruster Ausbruch DAC darf nur in Rust hergestellt und abgefüllt werden. Da am Neusiedler See die klimatischen Bedingungen, mit warmem Sommer und mildem Herbst mit Nebel optimal sind, entstehen hier fast jedes Jahr ausgezeichnete edelfaule Weine. Ein guter Ruster Ausbruch besticht durch ausgeprägte Frucht bei zurückhaltender Botrytisnote und einem  feinen Spiel von Süße und Säure.

Serviertemperatur   10° – 12° C

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