Cuvée Spätlese von Kracher – starker süßer Einstiegswein


Eine Spätlese, also Wein aus spät gelesenen Trauben definiert sich über den Zuckergehalt der Trauben bei der Ernte und kann trocken oder fruchtsüß sein. Je nach Rebsorte und Anbaugebiet liegen dafür in Deutschland die Mindestmostgewichte zwischen 76 und 95° Oechsle. In Österreich liegt das Mindestmostgewicht bei 19° KMW (Klosterneuburger Mostwaage), entsprechend etwas mehr als 94° Oechsle. Spätlesen werden in Österreich überwiegend trocken ausgebaut, was in Österreich bedeutet, dass der Restzucker kleiner als 4g/l ist.

Obwohl für süße Spätlesen prinzipiell auch Maschinenernte erlaubt ist, erfolgt die Lese doch häufig selektiv per Hand. Die Anreicherung des Mostes mit Zucker vor oder während der Gärung die sogenannte Chaptalisierung ist strikt verboten. Die Süße muss vollkommen aus dem vorhandenen Fruchtzucker stammen. Für die süße Spätlese wird die Gärung frühzeitig unterbrochen, so dass noch unvergorener Fruchtzucker im Wein verbleibt, der sogenannte Restzucker. Die Unterbrechung der Gärung erfolgt dabei meist durch Kühlung oder auch Abfiltration der Gärhefen.

Wir haben die süße Spätlese Cuvée des Jahrgangs 2023 des Weinguts Kracher verkostet, die aus den Sorten Chardonnay, Pinot Blanc und Welschriesling gekeltert wird, – von Jahrgang zu Jahrgang mit variierenden Anteilen. Nach 5- 6 Monaten im Stahltank wird der Wein abgefüllt.

Cuvée Spätlese 2023, Kracher (Verkostet)
Strohgelb mit grünlichen Reflexe. Gelbe Früchte, Kräuter, etwas Ananas, dazu Zitrus verwoben mit einem Hauch von Honig. Frisch, saftig, sehr zurückgenommene Süße, lang anhaltende Zitrus-und zarten Kräuternoten. Sehr guter trinkiger Wein mit ausgezeichneten Preis-Leistungs-Verhältnis.

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