Rosenmuskateller – Südtirols süßer Roter


Rosenmuskateller, eine Rebsorte, die fast ausschließlich im nördlichen Italien und dort vor allem überwiegend in Südtirol anzutreffen ist, stammt nicht, wie in Italien häufig kolportiert, aus Sizilien, sondern höchstwahrscheinlich aus Dalmatien. Insofern ist auch das Synonym der Sorte Moscato Rosa del Trentino etwas irreführend, da weit mehr als 85% der rund 100 Hektar der italienischen Rosenmuskateller-Rebfläche in Südtirol zu finden sind. Außerhalb Italiens findet man etwas Rosenmuskateller am Neusiedlersee sowie in  Rheinhessen und Istrien. Anzumerken ist außerdemnoch, dass die Sorte ein Abkömmling des Moscato Bianco (Muscat Blanc á Petits Grains) ist.
Rosenmuskateller wird fast ausschließlich zur Herstellung süßer Weine genutzt, was in Italien von der Vendemmia tardiva (Spätlese) bis Passito reicht. Da die Sorte sehr empfindlich gegen Botrytis ist, sollte sie auch nicht in höheren Lagen gepflanzt werden, da dort, ob der kühleren Nächte die morgendliche Taubildung stärker, somit das Risiko für eine Befall mit Botrytis höher ist, was wesentliche Element des Süßweins wie Farbe, Tannin und auch Geschmack wesentlich verändern würde.

Der von uns verkostete Wein, der Rosenmuskateller Rosis 2017 der Kellerei Bozen ist diesem Risiko nicht ausgesetzt, wächst er doch auf Schwemmböden in Moritzing, im Bozner Talgrund auf etw 250 m Seehöhe.

Rosenmuskateller Rosis 2017, Kellerei Bozen (Verkostet)
Im Duft dunkle, rote Früchte, Rose, etwas Zigarre sowie zarte Kirsche, am Gaumen Rose, saftige rote Früchte, Zigarre und würzige Noten von Zimt, Muskatnuss und zarter Nelke, feine Säure, präsentes, mildes Tannin, dezente Süße, schöner, sehr würziger, von Frucht unterlegter langer Abgang. Sehr guter Wein, der nach Angaben der Kellerei gut zu Crêpes, Frucht- und Schokoladendesserts passt.

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