Orangendesserts – eine Herausforderung?

SuessweinezuOrangendessertsZitrusfrüchte, wie beispielsweise Zitronen werden das ganze Jahr angeboten, dennoch ist hierzulande im Winter die perfekte Zeit für Orangen. Zitronen weisen eine hohe Säure auf, die eine passende Weinauswahl nicht gerade leicht machen.
Orangen haben etwas weniger Säure, was die Weinauswahl etwas erleichtert. Welchen Wein soll man jedoch zu Orangendesserts wählen? Einen Süßwein  mit Orangen- oder Zitrusnoten,  oder doch besser einen  Süßwein mit sehr viel Trockenfruchtaromen.

Wir haben zu drei verschiedenen Orangendesserts drei verschiedene Süßweine verkostet, um zu erfahren welche Paarungen gut passen.

Die Orangendesserts (Rezepte in Süßwein und Essen):
Flan mit Orangen
Ein Flan mit Zitronenaromen auf einem Orangenkompott: leicht und sehr fruchtig.
Orangen-Schoko-Mousse
Aromen von Orangenschale und -likör in der Mousse auf einer Orangengrütze: mehr Gewicht und sehr viel Orangenaromen.
Orangen-Ricotta-Creme mit Campari-Gelee
Durch Sahne aufgelockerte Orangen-Creme ergänzt mit bitteren Noten des Camparigelees: etwas kompakter und nur leicht süß.

Flan mit Orangen
Die Süßweine: (siehe Verkostet)
Trittenheimer Apotheke Riesling Auslese 2013, A. Clüsserath
Blasses Strohgelb, in der Nase duftig mit gelben Pfirsichen, Birnen-  und Mandarinennoten; im Mund dazu viel Zitrusnoten und etwas bittere Orangenschale, mineralisch, saftig, frisch mit harmonisch runder Säure, sehr gut im Abgang

Chenin Blanc Straw White 2012, Mullineux (Südafrika)
Helles Bernstein, fließt sirupartig, im Geruch Trockenfruchtaromen von Aprikosen, Pfirsich und Feige sowie Mandelnoten; am Gaumen dazu tropische Früchte, Karamell und eine sehr prägnante, aber ausgezeichnet eingebundene Säure, sehr langer Nachhall, ausgezeichneter Süßwein

Moscatel de Setúbal Alambre 2008, J.M. da Fonseca (Portugal)
Kupfer-orange, in der Nase Aromen von Grand Marnier, etwas getrocknete Feigen und bittere Orangennoten; im Mund diese Aromen zusammen mit etwas exotischer Frucht, balanciert, guter Abgang

Die Auslese harmonierte, aufgrund ihrer Säure und ihren fruchtigen Aromen, ausgezeichnet mit dem Flan, aber zu keinem der beiden anderen Desserts.
Auch der südafrikanische Strohwein passte mit seiner fruchtigen, sehr präsenten Säure zum Flan, löste aber nicht die gleiche Begeisterung am Tisch aus wie die Auslese. Besser passte er zur Orangen-Schoko-Mousse, gar nicht zur Creme mit Campari-Gelee.
Bei der Ricotta-Creme war ausschließlich der Moscatel der passende Partner, vor allem deswegen weil er am besten das leicht bittere Campari-Gelee begleitete. Auch bei der Orangen-Schoko-Mousse  schnitt er gut ab, weil er die Aromen vom Grand Marnier der Mousse aufnahm.

Weitere Informationen zu Auslese, Strohwein und Mosactel de Setúbal finden Sie unter Auslese, Strohwein und Mosactel de Setúbal.

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