Walliser Flétri

Weinlagen im WallisDas Wallis, mit rund 5.200 ha Rebfläche größtes Weinbaugebiet der Schweiz, hauptsächlich an den Südhängen des oberen Rhônetals  gelegen, bietet spektakuläre, häufig terrassierte Weinlagen und eine große Vielfalt autochthoner Rebsorten. Die Reben gedeihen auf unterschiedlichen Bodenarten, die Granit, Moränenschotter, Schiefer und stark kalkhaltige Böden umfassen.

Rebbestockung Wallis
Hohe Pflanzdichte von bis zu 16.000 Rebstöcken pro Hektar

Mit seinen rund 2.100 Sonnenstunden pro Jahr, dem geringen jährlichen Niederschlag von durchschnittlich weniger als 600 mm und insbesondere auch den herbstlichen warmen Föhnwinden, bietet das Wallis beste Bedingungen zur Ernte gesunder, reifer Trauben.
Der fast immer schöne Spätherbst im Wallis, mit noch sehr warmen Tagen und kühlen Nächten, sorgt nicht nur für eine komplexere Aromenstruktur, sondern auch dafür, dass Süßweine, – von den Öchslegraden entsprechend einer Spätlese bis hin zur Trockenbeerenauslese -,  erzeugt werden können.

Flétri ist die Bezeichnung im Wallis für einen Süßwein, der aus am Stock rosinierten (angetrockneten) Trauben produziert wird. Die Süßweine sind eine Stärke des Wallis. Die große Tradition des Süßweins pflegen die Mitglieder der Charta Grain Noble ConfidenCiel, die ihre Süßweine nach deren Regeln herstellen. Polymnie 2011Nur fünf Rebsorten sind zugelassen: Ermitage (Marsanne), Johannisberg (Sylvaner), Malvioisie (Pinot Gris), Petit Arvine und Amigne. Die Rebstöcke müssen zudem mindesten 15 Jahre alt sein.  Ebenso ist ein minimaler Zuckergehalt von 130 Öchsle sowie ein  Ausbau im Holzfass von mindestens 12 Monaten vorgeschrieben. Zwei Süßweine, hergestellt nach den Regeln der Charta Grain Noble ConfidenCiel, haben wir im Wallis verkostet.

Polymnie 2011,  Domaine des Muses
(80 % Marsanne, 20 % Pinot gris)
Im Duft eher geradlinig, Trockenaprikosen und etwas leicht Steiniges. Am Gaumen sehr dicht, süß aber mit breiter schöner Säure, sehr fruchtig, Aprikose, Ananas und kandierte Grapefruit, hoch im Restzucker, schöner Abgang, guter Wein.

 


Mitis 2013Mitis Amigne de Vetroz Reserve (Grain Noble) 2013, Jean-René Germanier
(Geerntet nach leichtem Frost im Dezember mit 150 Öchsle und zwei Jahre im Fass vergoren.)
In der Nase leichte Botrytis, Trockenaprikose, Feige, etwas helle Birne und Mandarine, schöne, nussige Säure, im Mund sehr fruchtig, Honig, hohe Komplexität,  schöne Süße im langen Abgang, ausgezeichneter Wein.

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