Santo(rin)s Weihnachtswein – Vinsanto


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Die Weine Santorins unterscheiden sich in einem wesentlichen Punkt von fast allen anderen griechischen Weinen. Die Trauben stammen von wurzelechten Reben, sind also nicht aufgepropft, da die Reblaus im kargen, stark sandhaltigen, aus Vulkanasche und Bimstein bestehenden Boden der Insel nicht überleben kann. Auch die Reberziehung erfolgt auf eine selten anzutreffende Weise: die Weintriebe werden zu einem Kranz „geflochten“, genannt Koulora, innerhalb dessen die Trauben wachsen und dadurch auch vor den oft stark wehenden, mit viel Sand angereicherten Winden geschützt sind.

So gedeihen auch die weißen Trauben, – Assyrtiko, Aidani und Athiri -, für den Vinsanto, den bekanntesten Süßwein Santorins. Der seit dem 12. Jahrhundert bekannte Süßwein wird, aus nach der Ernte sonnengetrockneten Trauben hergestellt, was zu einem hohen Restzucker, aber auch zu einer hohen Säure führt. Wir haben einen Vinsanto 2013 von Santo Wines verkostet, der Winzergenossenschaft Santorins, – ein Mitbringsel von Edith und Alex zur letzten Essenseinladung. Der Wein wird überwiegend aus Assyrtiko (85%) und etwas Aidani (15%) hergestellt und 36 Monate im Barrique ausgebaut. Er passte sehr gut zu einem Lebkuchenparfait mit Rotweinjus.

Santorini Vinsanto 2013, Santo Wines (Verkostet)
Dunkles Mahagoni im Glas. In der Nase Trockenfrüchte, vor allem Rosine, Feige und etwas Aprikose, dazu Noten von Zimt sowie ein Hauch von Lebkuchen. Auch am Gaumen Trockenfrüchte und Gewürze, etwas Kaffee und eine feine, präsente Säure, welche der hohen Süße eine Balance gibt. Restzucker und Säure bestimmen den ersten Teil des sehr langen Abgangs, der aber zunehmend von Trockenfrüchten und Gewürzen geprägt ist. Sehr guter Wein.

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