Minzfrische Beerenauslese vom Leithaberg

Blick auf Jois und Leithaberg © ÖWM / WSNA

Westlich des Neusiedlersees des Leithagebirges liegt Jois, im Norden des gleichnamigen Weinbaugebiets, welches sich südlich bis nach Mörbisch am Ende des Neusiedlersees erstreckt. In Jois findet man das Weingut Martin Pasler, dessen Beerenauslese wir verkostet haben. Das bereits seit dem 17. Jahrhundert bestehende Weingut wird seit 1994 von Martin Pasler geführt, – seit dem Jahr 2000 biologisch.

Glimmerschiefer und Muschelkalk am Leithagebirge, sowie nordöstlich davon Schotterböden und südlich zum See hin Sand- und Lehmböden sind auf den 11 Hektar bewirtschafteter Rebfläche des Weinguts anzutreffen. Die Reben gedeihen dort in pannonischem Klima mit mildem Frühling und heißem Sommer bei gemäßigten jährlichen Niederschlägen von 600 – 700 mm. Auf das Klima wirkt sich der Neusiedlersee See ausgleichend aus, – im Herbst hat er auch großen Anteil an der Entwicklung von Botrytis (Edelfäule) und so auch für die Herstellung von Beeren- und Trockenbeerenauslesen.

Zur verkosteten Beerenauslese ist anzumerken, dass wir weder eine Jahrgangsangabe auf dem Etikett fanden, noch genau angeben können aus welchen Rebsorten der Wein gemacht wurde. Sollte es so wie bei der Beerenauslese 2018 sein, dann wären dies Welschriesling, Goldburger und Neuburger. Sicher ist jedoch: Der Wein passte gut zu den genossenen süßen Salzkaramell-Törtchen.

Beerenauslese, Martin Pasler (Verkostet)
Hell bernsteinfarben im Glas. In der Nase würzige Botrytis vereint mit runden fruchtigen Noten von Aprikose und Ananas. Am Gaumen mit voller Süße, die durch würzige, zart bittere  Noten dem guten Süßwein zu einem fast minzfrischen Auftritt verhelfen, der zusammen mit der zitrusfruchtigen feinen Säure in einem guten Abgang endet.

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