Apulische Überraschung – Moscato di Trani

Apulien, das mit Sizilien um den Rang als zweitgrößte weinproduzierende Region Italiens konkurriert, ist für seinen hohen Erträge im Weinbau, selbst in DOC-Gebieten bekannt. Annähernd ein Dutzend süßer Weintypen gibt es in Apulien, darunter auch das süße Exemplar des sonst trocken angebotenenen apulischen Primitivo di Manduria und, fast unvermeidlich in Italien, einen süßen Moscato.

Der verkostete Wein, der Moscato di Trani DOC Piani di Tufara 2015 vom Weingut Rivera wird aus Moscato Reale, wie Moscato Bianco (Muscat Blanc á Petits Grains) in Apulien genannt wird, hergestellt. Die Trauben dafür gedeihen auf Tuffsteinböden in der Murgia nahe Castel Monte, einem Schloss des Stauferkaisers Friedrich II., unweit der apulischen Hafenstadt Trani.

Von den, bei Castel Monte noch gut ausgeprägten Temperaturunterschieden von Tag und Nacht, scheint auch der Piani di Tufara 2015 profitiert zu haben, denn trotz einem Restzucker von etwa 95 Gramm pro Liter und 14% Alkohol wirkte er sehr balanciert.
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Vouvray moelleux – Balance pur

Die Loire ist bekannt für ihre Schlösser, viel unberührte Natur und für die längste Weinstraße Frankreichs. An dieser finden sich so bekannte Namen wie Muscadet, Sancerre oder auch Vouvray. Um die kleine Stadt und sieben weiteren angrenzenden Gemeinden erstreckt sich das gleichnamige Weinbaugebiet im Loiretal östlich von Tours.

Die Weinberge liegen auf Hängen aus Tuffkalkstein, die oberste Schicht besteht aus feuersteinhaltigem Ton oder Lehmsand. Der Vouvray wird in verschiedenen Stilen aus Chenin Blanc hergestellt, wobei auch ein Anteil von 5% Orbois Blanc möglich ist. Chenin Blanc ist eine Traube mit hoher Säure, die in Vouvray sehr langlebige Weine erbringt.

Vouvray wird sowohl als Schaumwein als auch Stillwein produziert. Die Stillweine gibt es trocken (sec), halbtrocken (demi-sec), lieblich (moelleux) oder auch edelsüß, (liquoreux). Nur für trockene Weine ist es allerdings vorgeschrieben dies mit der Angabe sec zu kennzeichnen. Für die mehr oder weniger süßen Varianten besteht diese Pflicht nicht, … Weiterlesen

Was kosten gute liebliche Rotweine?

Rund 20% aller Weintrinker bevorzugen liebliche Weine, also Weine deren Restzucker zwischen 18 und 45 g pro Liter liegt. Bei Weißweinen ist auf dem Etikett dann auch häufig die Bezeichnung feinherb zu lesen. Fehlt eine der nur fakultativ auf dem Etikett anzuführenden Geschmacksangaben trocken, halbtrocken, lieblich oder süß, kann man davon ausgehen, dass diese Weine höchstwahrscheinlich lieblich sind, da bei Weinen der anderen drei Stufen diese Angabe fast immer erfolgt.

Wir haben drei liebliche Rotweine vom Discounter und zwei liebliche Rotweine von bekannten Herstellern, jede Flasche bis oben hin in Alufolie eingeschlagen, blind verkostet.
Liebliche Weine können einerseits durch Abstoppung der Gärung entstehen aber auch durch Zusetzen der sogenannten Süßreserve – laut deutschem Weinrecht ist ausschließlich unvergorener Traubenmost erlaubt. Bei der Unterbrechung der Gärung wird weniger Zucker zu Alkohol umgesetzt, so dass dermaßen behandelte Weine niedrigere Alkoholgehalte aufweisen. Die verkosteten Weine wiesen Werte von 10,5 – 12,0 … Weiterlesen