Vin de Paille der Côtes du Jura

An den westlichen Ausläufern des Massif de Jura, entlang der Staße N 83, liegt etwa 200 bis 400 Meter hoch das rund 650 Hektar große Weinbaugebiet Côtes du Jura. In einem halbkontinentalen, eher kühlen und mit rund 1100 mm jährlichem Niederschlag auch eher feuchten Klima, werden dort rund 25.000 Hektoliter Wein pro Jahr hergestellt, überwiegend (~ 2/3) Weißwein, der Rest Rotwein, Vin Jaune und auch etwa 550 Hektoliter Vin  de Paille, wie Strohwein, also Wein rosinierter Trauben in Frankreich heißt.

Für die Vin de Paille dürfen in den Côtes du Jura Trauben der beiden weißen Sorten Chardonnay und Savagnin und auch der beiden roten Sorten PoulsardWeiterlesen

Schweizer Strohwein vom Rhein

Vom Tessin bis ins Aargau führte uns unsere Schweizer Weinreise dieses Jahr im Juni. Dabei lernten wir auch den Räuschling, eine autochthone schweizerische Rebsorte kennen, von der weltweit nur 25 Hektar angebaut werden, 18 Hektar davon am Zürichsee. Die Eltern der Rebsorte sind die Rebsorten Weißer Heunisch, auch als Gouais Blanc oder Gwäss bekannt sowie die im Jura Savagnin Blanc und in der Schweiz Heida benannte Rebe. Gouais Blanc, die auch ein direkter Vorfahre des Riesling ist, scheint wohl für die prägnante, starke Säure zu sorgen und prädestiniert deswegen die Rebsorte als sehr gut für Süßwein geeignet.
Elf verschiedene Weine vom Räuschling haben wir vergangenen Freitag in … Weiterlesen

Ruché Passito di Castagnole Monferrato

Weinlagen im Monferrato © pixabay.com

Eine eigene DOCG (Denominazione di Origine Controllata e Garantita) hat der Ruché  di Castagnole Monferrato seit dem Jahr 2010 und dies obwohl die Rebsorte, sozusagen erst in den 1970er-Jahren im Piemont wieder entdeckt wurde. Ihr damaliger Entdecker der Priester Don Giacomo Cauda war von Qualität, Körper,  Aromen,  Geschmack und Düften der Weine seiner zehn Reihen von Ruché-Rebstöcken so angetan, dass er nicht nur selbst mehr von dieser Sorte anbaute, sondern auch versuchte Winzer zu motivieren mehr davon zu kultivieren. Bereits 1987 gab es den DOC-Status, der damals wie auch bei der DOCG heute, ausschließlich für trockene Ruché-Weine gilt.

Einige dieser … Weiterlesen

Cashmere von Traminer Kalk

Weinkellerführung mit Elena Walch

Ein Drittel der Südtiroler Weinbauflächen findet sich in der Weinbauzone Unterland, die damit die größte der sieben Weinbauzonen Südtirols ist. Auch am wärmsten ist es im Unterland, welches sich vom etwa 5 km nördlich von Tramin gelegenen Altenburg, entlang der Etsch bis zur Salurner Klause, der deutsch-italienischen Sprachgrenze hinzieht. Das Unterland kann auch noch die höchst gelegenen Weinberge Südtirols aufweisen. In 1.000 m Höhe reifen am Fennberg bei Kurtatsch die Trauben für einen bekannten trockenen Wein Südtirols, den Feldmarschall von Fenner. Die Nähe zum Gardasee mit seinen milden klimatischen Einflüssen ermöglicht, dass spät reifende Rebsorten wie beispielsweise der Cabernet Sauvignon im Unterland gut ausreifen … Weiterlesen

Via dei sapori: Friulanischer Picolit

Das Consorzio Friuli Venezia Giulia Via dei Sapori hatte eingeladen, friulanische Produkte in Küche und Keller zu verkosten. Am 13. Februar dieses Jahres präsentierten sieben Gastronomen, zwanzig Winzer und elf Feinkostproduzenten in München lokale Spezialitäten der Region Friaul-Julisch Venetien. Eine ausgezeichnete Möglichkeit die herausragenden Produkte, die ausgezeichnete, innovative und zugleich traditionelle Küche sowie die Vielfalt der sehr guten friulanischen Weine einem breiteren Publikum nahe zu bringen. Das Angebotene, wie beispielsweise San Daniele Schinken, gereifter Montasiokäse, Zabaione-Eis, Sepia-Tagliatelle mit jungen Artischocken oder Kürbis-Flan mit Stockfisch und frisch passierten Tomaten zeigten, dass die von venezianischen und slowenischen Einflüssen sowie jenen der k.und k.-Monarchie geprägte friulanische Küche zu den allerbesten Küchen Italiens zählt.… Weiterlesen